Praxis-Test: Fenix HM65R-DT Stirnlampe

Review des lichtstarken Trailrunning-Modells von Fenix

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Die Fenix HM65R-DT ist eine für das Trailrunning ausgewiesene Stirnlampe, erkennbar am „T“ in der Bezeichnung.  Das Lichtkonzept aus zwei Leuchtkörpern, einem wechselbaren Hochleistungsakku und satten 5 Jahren Garantie verlocken zum Kauf. Wir haben uns das Modell angeschaut.

Zugegeben, die Produktblätter von Fenix wirken etwas preiswert mit ihrer knalligen Präsentation und den stark hervorgehobenen Kennwerten der Stirnlampen aus China. Man fühlt sich  an die Wunderleuchten erinnert, die für lächerliche 25 Tacken angeblich die Erdrotation manipulieren und ein Licht bieten, bei dem die Allianz-Arena sich hinten anstellen kann. Tatsächlich hat das etwas karnevalistische Marketing-Design rein gar nichts mit dem Produkt zu tun, denn die Fenix ist ein hochwertiges Produkt mit USP zu einem fairen Preis, wenn man in das Nutzerraster passt. 

Ausstattung der Fenix HM65R-DT

  • Stirnlampe mit zwei LED-Leuchtkörpern und darunter integriertem Akkufach
  • Doppelreflektor mit neutralweißer SST40 LED im großen Leuchtkörper, warmweißes Licht im kleinen SST20 LED-Leuchtkörper (50.000 Betriebsstunden lt. Hersteller)
  • 1300 Lumen Spotlicht am Hauptreflektor / 400 Lumen Flutlicht – kombiniert erreicht die Leuchte einen Lichtstrom von etwa 1500 Lumen
  • Lichtquellen unabhängig schalt- und kombinierbar, 8-stufige Höhenverstellung
  • 18650 Li-Ion Wechselakku inklusive (optionaler Betrieb auch mit 2x CR123A Batterien – nicht wiederaufladbar!)
  • USB-C Ladeport (Kabel inklusive, kein Ladegerät)
  • breites Stirnband mit einem BOA-ähnlichen Schnellverschluss für die Kopfweite zwischen 53 und 61cm
  • Gewicht: 142g inkl. Akku / 92g ohne Akku / 50g Akku (nachgewogen)
  • IP68 Dichtigkeit (2m unter Wasser möglich ohne Wassereinbruch)
  • Baukörper aus einer Mischung aus Magnesium, Aluminium und Kunststoff
  • Größe: 80 x 47 x 39 mm
  • 5 Jahre Garantie
  • Lieferung im transparenten Kunststoffblister
  • Ersatzdichtung (O-Ring) für das Batteriefach
  • Preis: 104.90 Euro UVP

 

Ein erster prüfender Blick …

Wie gesagt, die Bewerbung wirkt ein wenig preiswert, das Produkt selbst aber gar nicht. Auch wenn man am liebsten eine Art Vakuum ohne Gewicht am Kopf hätte, so ist es doch wirklich nett einen tadellos verarbeiteten Baukörper aus Licht- und Akkueinheit vorzufinden, der den Gegenwert in der Hand spiegelt. Magnesiumgehäuse, chromfarbene Leuchtmitteleinfassung aus Alu, gedichtete Taster an der Oberseite und eine Art „Vordach“ darüber. Besonders auffällig ist der praktische Dreh-Schnellverschluss nach BOA-Bauart, auch als Sport Fit System geläufig.  Das Kopfband ist recht breit, wie übrigens auch die Stirnplatte mit der Leuchte, um allzu punktuellen Druck zu vermeiden. Das gelochte Stirnband ist angenehm weich und für eine bessere Belüftung gelocht.  Die Beschriftung ist leicht reflektierend.

 

Die Leuchtmittel

Die Fenix HM65R-DT bietet zwei nebeneinander liegende und unabhängig voneinander schaltbare Reflektoren mit LED-Leuchtmitteln in drei Lichtmodi. Die Reflektoren sind mit einer klaren, sehr harten Glaslinse inkl. Antireflexionsbeschichtung geschützt.

Hauptreflektor 

Luminus SST40 LED (Nachfolger ist die Luminus STF40) mit tief sitzendem Reflektor und 6500K Farbtemperatur (Tageslichtweiß) – also einem „sehr weißen“ Weiß mit hoher Helligkeit. Der große Reflektor ist für Trailruns im Gelände und auch auf Fernsicht ausgelegt, kommt auf bis zu 170m Leuchtweite. Das Gelände vor Dir wird hell ausgeleuchtet und lässt Dich konzentriert vorankommen.  Leuchtstärken der 3 Modi: 1300, 400 und 130 Lumen

Zweitreflektor

Luminus SST20 LED, extrem kleine LED mit erstaunlicher Lichtausbeute und einem stark fokussierenden Reflektor. 3000K Farbtemperatur bedeuten ein angenehmes warmweißes Licht, bei dem man sich gerne ans Feuer setzen möchte und schon nach dem Teekessel sucht. Dieses warme Flutlicht hat aber einen echten Wert jenseits der Komfortzone, sobald man nämlich im Nebel herumrennt. Beim ersten Test im Schnee gab es starken Nebel mit Sichtweiten von weniger als 2m und dieses Licht gibt auch und vor allem bei Schneelage und im Nebel ein kontrastreicheres Geländebild ab, als dies mit kälteren Lichtfarben möglich ist! Für den Nahbereich ist der Zweitreflektor besser geeignet.

Beide Reflektoren können nach Belieben mit den beiden Tastern geschaltet und unabhängig oder kombiniert betrieben werden. Bei kombiniertem Tastendruck lässt sich die Leuchte gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.

Bauartbedingt hat die HM65-R keine Rückleuchte, eine zusätzliche Rotlichtfunktion ist nicht gegeben. Der 5 Lumen Modus des Zweitreflektors erfüllt aber den gleichen Zweck des blendfreien Arbeitens im Nahbereich.

 

Der Akku

Für Ultratrailrunner und andere nachtaktive Geschöpfe ohne Vampir- oder Eulenaugen ist der Akku ein ganz wesentliches Element nächtlicher Vergnügungen. Akku leer, Party over – so schauts aus! Insofern freut man sich einen 18650 Akku vorzufinden, der obendrein auch noch wechselbar ist. Hört sich an, wie Doc Emmett L. Browns Dampfplauderei aus „Zurück in die Zukunft“. Tatsächlich ist das aber recht simpel und kein Fluxkompensator, wie dieser aufklärende Artikel über die Akktutypen 18650 und 21700 beweist. 

Der Hochleistungsakku 18650 ist recht kompakt, bietet eine sehr gute Energiedichte und macht sich auch außerhalb eines Tesla sehr gut im Einzelbetrieb. Der in der Fenix HM65R-DT verbaute bietet 3400 mAh und das entspricht zwei mittelstarken Akkus der Type Mignonzelle (AA). Aber eben leichter und kleiner. Die Kapazität reicht laut Fenix für 4 Stunden Mischbetrieb des Hauptreflektors bei 1300 Lumen. Mischbetrieb bedeutet, dass nicht dauerhaft 1300 Lumen anliegen, sondern bei Erreichen von 65 Grad Temperatur am Lampenkopf in die mittlere Stufe (400 Lumen) zurückgeschaltet wird, bis die Temperatur gesunken ist.

Mal abgesehen davon, dass die Akkuwahl von Fenix eine sehr gute in dieser Preisklasse ist, bedeutet das Feature „wechselbar“ hohe Flexibilität in der Nacht. Das zylindrische Akkufach aus Magnesium ist mit einem Schraubdeckel samt Dichtung versehen und somit vollständig wasserdicht (IP68). Der geriffelte Deckel sitzt recht fest und muss mit etwas Kraftaufwand gelöst werden. Das könnte bei Ermüdung etwas nervig sein und mit Handschuhen ist es in der Tat nicht einfach, geht aber. Der Akku lässt sich in wenigen Sekunden wechseln und die Leuchte ist sofort wieder einsatzbereit. Mit genügend Wechselakkus in der Tasche lässt sich also durchaus Lappland im Winter besichtigen.

Wechselakkus der gleichen Klasse (ARB-L18-3400U) kosten 20 Euro. Innovativ ist übrigens der neuere ARB-L18-3400U – also einem „U“ am Ende. Bedeutet, der Akku ist mit einem USB-C Ladeport versehen und kann auch unterwegs mit einer Powerbank nachgeladen werden.

Bevor jemand fragt: Die Leuchte lässt sich mit Konstantstrom aus einer Powerbank laden und gleichzeitig im kleinsten Lichtmodus beider Reflektoren (nicht kombiniert) betreiben. Das sind allerdings beim großen Reflektor nur 130 Lumen und das reicht grob um einem Bären nicht aus Versehen ins Essen zu pinkeln, aber nicht für eine Flucht vor selbigem im Unterholz. Aber dennoch ist das ein Feature!

Nachladen des Akkus

Der USB-C Ladeport an der Rückseite des Gehäuses ist mit einer Staubschutzkappe versehen. Wann es Zeit ist die „Operation Akkutausch“ oder „Aufladen“ zu starten, verraten 4 blaue LEDs beim Einschalten der Leuchte für 2 Sekunden oder beim Anschließen eines Ladegeräts. Leider lässt sich im Lichtbetrieb nicht der Akkustand prüfen. Schade, das wäre nützliches Infotainment gewesen. Die LEDs informieren nach diesem Muster:

  • Vier Lichter an: 100 % – 80 %
  • Drei Lichter an: 80% – 60%
  • Zwei Lichter an: 60% – 40%
  • Ein Licht an: 40% – 20%
  • Ein Licht blinkt: 20 % – 1 %

Sinnvoll wäre meines Erachtens nach eine zusätzliche Info für 100% gewesen. Zum Beispiel „Vier Lichter blinken“ = 100%. Zwischen 80 und 100% liegen immerhin 20% und das kann den Unterschied machen.

Beim Laden zeigen die LEDs den aktuellen Ladestatus konstant leuchtend an, die zu ladende Restmenge wird anhand aufleuchtender LEDs gezeigt, kennt man von vielen anderen Geräten. Die werksseitige Angabe von 3 Stunden Ladezeit entspricht der gemessenen Ladezeit, hängt aber natürlich auch vom letztlich verwendeten Ladegerät ab.

400 Lumen im Wald auf Schnee

400 Lumen im Wald auf Schnee

 

Praxistest der Fenix HM65R-DT

Die Lampe wurde mehrfach bei extrem eisigen Temperaturen von -5 bis -10 Grad mitgeführt, ebenso bei etwa 0 Grad und Indoor bei 20 Grad Raumtemperatur. Es fällt dabei auf, dass die Außentemperatur und auch die Luftfeuchte unerwartet keine wesentliche Rolle auf die Laufzeit der Peakleistung von 1300 Lumen (und erst Recht auf den Kombibetrieb) hat. Damit wir hier nicht über gefühlte Zustände sprechen, habe ich die Peakleistung mit der App Lichtmeter am Zeitstrahl gemessen und konnte so ermitteln, wie schnell die Lampe aus dem Peakbereich abregelt und wie sie das macht.

Bei allen Tests, unabhängig von der Außentemperatur, regelte die Leuchte nach knapp einer Minute aus dem Peakbereich herunter und zwar nicht in einem Schritt auf die nächst kleinere Schaltstufe mit 400 Lumen, sondern in 9 bis 10 Schritten in recht schneller Abfolge mit nur wenigen Sekunden Abstand. Dieses Herunterschalten ist nach etwa einer Minute abgeschlossen. An diesem Punkt ist das Leuchtengehäuse ebenso wie der Akku in der Tat ziemlich heiß, es besteht aber keine Verbrennungsgefahr.

Verzichtet man auf den Peakmodus und nutzt primär den 400 Lumen Modus mit Ausflügen in den Peakmodus bei Bedarf wegen schwieriger Geländelage oder Kursbestimmung, erfolgt keine Umschaltung – ich habe das Temperaturlimit offensichtlich nicht erreicht.

Wir werfen mal einen Blick in die Werksangabe der Akkulaufzeiten:

  • 1300 Lumen – 4 Stunden *
  • 400 Lumen – 12 Stunden
  • 130 Lumen – 24 Stunden

Und beim kleinen Reflektor

  • 400 Lumen – 12 Stunden
  • 130 Lumen – 24 Stunden
  • 5 Lumen – 300 Stunden

Das Sternchen in der Zeile 1300 Lumen bedeutet „Die Laufzeitangabe in der Helligkeitsstufe Turbo ist aufgrund des Überhitzungsschutz ein akkumulierter Wert“ und meint das Herunterschalten in die darunter liegenden Modi, die aber bei laufender Stoppuhr erfolgen.

Nun ja, diese Angabe finde ich, sagen wir mal schwierig. Fakt ist, es ist nicht möglich konstant 1300 Lumen Licht unterbrechungsfrei zu erzeugen. Insofern ist der Wert von 4 Stunden in der Zeile 1300 Lumen nicht gerechtfertigt und das sollte klar sein, wenn man sich für die HM65R-DT entscheidet. Es ist auch kaum möglich die Angabe von 4 Stunden zu belegen, da keine automatische Rückkehr in den höheren Modus erfolgt, sondern manuelles Eingreifen erfordert. Das zu simulieren ist nicht einfach.

Im folgenden Testdiagramm ist die zeitliche Abfolge des Abregelns aus dem Peakmodus (Turbo) in die 400 Lumen Stufe zu erkennen. Die Lux-Angabe ist nicht gleich, da die Lampe nicht exakt deckend zum Messpunkt auszurichten war, spielt aber keine Rolle.

 

Die starke Erhitzung geschieht aufgrund beider Hochleistungs-LEDs, die in ihrem Bereich in Relation von Größe zu Output mit zum stärksten am Markt gehören und sich vor keiner Cree LED verstecken müssen. Dass der Akku aber direkt unter dem Leuchtmittelgehäuse liegt und im Peakmodus ebenfalls ordentlich Hitze produziert, ist bei dieser Konstruktion kontraproduktiv. Um längere Peaklaufzeiten zu ermöglichen, wären eine effektive Hitzeableitung mit Kühlrippen etc. pp notwendig, die aber die Bauform erheblich ändern würde. Das alles muss nicht unbedingt ein Mangel sein, es kommt halt darauf an wie man die Leuchte einsetzt!

Nachfolgend sehen wir zwei weitere Tests in Kombination aus 400 Lumen Hauptreflektor (HR) und 130 Lumen Zweitreflektor (ZR). Außerdem die Kombination 400 Lumen Hauptreflektor (HR) und 400 Lumen Zweitreflektor (ZR). Diese praxisnahe Erprobung zeigt sehr deutlich, dass im ersten Fall erheblich später abgeregelt wird. Auch sichtbar wird der Fakt, dass die Kombination der Leuchten im höheren Lumenbereich gegensätzlich recht schnell zum Abregeln führt. 

Der Kombinationstest aus 1300 Lumen plus 400 Lumen, die jeweiligen beiden Maxwerte, führt nach etwa 30 Sekunden zum Abregeln. Belässt man es bei den 400 Lumen im HR, wird nach etwa 10 Minuten heruntergeregelt. Das hat mich dann doch etwas überrascht, denn dieser Lichtwert ist gut für das Trailrunning geeignet und dürfte gerne länger durchhalten. Man kann zwar recht schnell wieder hochschalten, dennoch wird das Spielchen irgendwann ein wenig nervig.

Der Leuchtkegel

Wird der Hauptreflektor betrieben, ist der Lichtkegel recht fokussiert, relativ gleichmäßig ausgeleuchtet und Details darin gut erkennbar. Bei 1300 Lumen Peak ist unsere 150m Markierung so gerade noch zu erkennen, insofern könnte die Werksangabe von 170m stimmen.  Die ersten 2 Meter vor den Füßen liegen allerdings im Halbdunklen, was auf Wurzelsteigen und ausgesetzten Passagen zum Problem werden kann. 

Es empfiehlt sich also der Mischbetrieb aus kleinem und großem Reflektor. Der kleinere Reflektor streut das Licht sehr gut und kommt ohne Diffusor aus. So überwiegt zwar immer noch der Hauptspot deutlich, aber es lässt sich damit sehr gut im Gelände laufen.

Die beste Sicht gibt es natürlich im kombinierten Betrieb auf höchster Stufe mit 1300 Lumen Peak + 400 Lumen auf dem kleinen Reflektor. Doch dieser Spaß ist nur von kurzer Dauer – etwa eine Minute ist möglich, bis abgeregelt wird.

Kombilicht aus beiden Reflektoren in jeweils höchster Stufe.

Kombilicht aus beiden Reflektoren in jeweils höchster Stufe.

Bevor die Frage auftaucht, was man sich wohl unter 5 Lumen im kleinsten Modus vorstellen darf, auch dazu eine Abbildung. Nicht zum Laufen gedacht, aber sehr gut als Camplicht geeignet.

5 Lumen Not- und Camplicht

5 Lumen Not- und Camplicht

Der Sitz am Kopf

Grundsätzlich ist die Fenix am Kopf nicht störend, das Gewicht geht in Ordnung und die Kopfplatte übt auch keinen zu punktuellen Druck aus, könnte aber etwas weicher sein, wenn keine Mütze getragen wird. Nur bei Sprüngen wippt die Leuchte etwas, was aber bei solch frontlastigen Systemen konstruktionsbedingt normal ist. Trotzdem ziehe ich persönlich Systeme mit Gewichtsverteilung vor.

 

Test-Fazit zur Fenix HM65R-DT

Für knapp 105 Euro, in einigen Onlineshops auch schon mal unter 100 Euro, erhält man eine gut verarbeitete Leuchte mit starkem und praktischen Akku, ein lichtstarkes Duo mit praktischer Nahbereichs-LED und Vorteilen bei Nebel. Die Distanzeinheit schafft hohe Distanzen oberhalb 150m mit sehr guter Ausleuchtung. Haken ist dabei der nur kurz nutzbare Peakmodus mit seinen starken 1300 Lumen, der aber in der Regel eh nicht dauerhaft notwendig ist. Das ist auch bei anderen Leuchten so üblich, nur um ein vielfaches teurere Systeme in ganz anderen Größendimensionen bieten hohe Lumenwerte über längere Zeiträume. Es wäre aber fair, diesen Umstand etwas verständlicher zu beschreiben.

Die Kopfweitenverstellung ist einzigartig bei Stirnlampen und überaus praktisch. Vor allem beim Wechsel zwischen verschiedenen Nutzern und mit Mütze/ohne Mütze ist die Verstellung ein echter USP.

Das Nutzungspektrum ist relativ klar umrissen: Die Fenix HM65R-DT bietet sich dann an, wenn primär 400 Lumen auf Dauer ausreichen und gelegentliches Ein- und Abschalten höherer Leistungen ausreichen. Im urbanen Bereich sind 400 Lumen sowieso fast schon zu viel, im Gelände reichen sie gut aus, wenn man bei Bedarf zuschalten kann. Dabei reicht dann in der Regel das Zuschalten der zweiten Lichteinheit mit weiteren 130 bis 400 Lumen. Ernüchternd ist für mich die Wärmeentwicklung des Systems, die in allen für das Trailrunning interessanten Modi recht schnell in das Herunterfahren der Lichtwerte mündet. Man bekommt es beim Laufen nicht so sehr mit, da es in 8-10 Stufen sehr fein erfolgt, es zwingt aber dann zur Reaktion.

Meine Einschätzung daher: Für Läufe im Bereich bis 1,5 Stunden ist das ok, für Ultratrailrunner halte ich das für eher weniger geeignet.

Die Peakleistung von 1300 Lumen ist extrem hell sowie weitreichend und in dieser Preisklasse ein ungewöhnliches Feature. Allerdings auch wegen einer fehlenden, effektiven Kühlfunktion jeweils nur kurz nutzbar.

Der austauschbare, sehr starke 18650 Akku der Fenix HM65R-DT ist ein starkes Kaufargument für lange Nachtausflüge und bietet eine bessere Leistung als Akkublocks mit günstigeren Zellen.

Die Leuchte ist sehr einfach bedienbar, auch mit dünnen Handschuhen. Die Taster sind bedingt durch eine Abdeckkappe nur dann bedienbar, wenn der Lampenkopf um eine Rasterstufe nach unten geneigt wird – das stellt kein Problem dar.

Insofern können wir für die Fenix HM65R-DT eine Kaufempfehlung aussprechen, wenn Du Dich im Nutzungsspektrum wiederfindest.

INFORMATION Für diesen Test hat uns Fenix die Stirnlampe kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hatte absolut keinen Einfluss auf die Bewertung des Produkts.

 

 

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